Ildiko Bognar
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Auszüge aus diversen Schriften

Hier finden Sie einige Textauszüge, um einen Eindruck von meinem Schreibstil zu erhalten.
​Viel Spaß beim Lesen!

Auszug aus "Freisein" (Theaterstück in Arbeit)

​"Doch heute bin ich es leid, frei zu sein und ich frage mich: Wenn wir im Herzen frei sind zu lieben, aber die Liebe sich freiwillig einsperrt, lohnt sich dann die Freiheit? Ist es dann noch eine? Seit drei Jahrzehnten reise ich bereits durch die Welt auf der Suche nach Schönheit und Perfektion, Licht und Anmut, um Dir in Gedanken all das zu Füßen zu legen, was Du für mich verkörperst. Vor einem Monat fühlte ich jedoch eine neue Sehnsucht in mir aufsteigen, die mehr mit mir selbst als mit Dir zu tun hatte, ein Verlangen nach einem Leben ohne Sehnsucht. So begab ich mich in die Wüste Grönlands, wo gerade Winter herrscht und das Funkeln des ewigen Eises in der Polarnacht erlischt. Und weißt Du was? Mein Herz wurde auf einmal friedlich. Ich fand Gefallen an der Dunkelheit, weil sie so ganz anders ist als Du, weil sie mich so gar nicht an Dich erinnert und ich Dich dank ihr etwas vergessen kann. Ich denke heute, dass ich in all den Jahren, in denen ich mit Vorliebe durch Grabkammern und Kerkern prunkvoller Paläste gewandert bin, doch nur die Abwesenheit von Licht gesucht habe, um ein wenig zu verschnaufen.
Da sitze ich also in meiner selbst geschaufelten Höhle und starre die Dunkelheit an. Und auf einmal taucht Dein Gesicht aus der schwarzen Wand ringsum auf – und weißt Du, woran ich dann denken muss? Ich sehe Dich an und sage mir, dass ich Dich mit dunklen Haaren genau so geliebt hätte wie mit der blonden Mähne, auf der die Sonne oft schneeweiß glitzerte. Dann verschwimmen Deine Züge und meine Seele findet erneut den Weg nach Hause."​

Auszug aus "Die Couch meiner Großeltern" (Roman in Arbeit)

An diesem Abend roch die Suppe anders als sonst. Die Geste, mit der sie Oma auf den Tisch stellte, hatte etwas Verstohlenes. Sie verzog ihren Mund zu einem unnatürlich breiten Lächeln, als sie uns aufforderte, aus dem ausgedienten, rot-weiß gepunkteten Emaille-Topf in der Mitte des Tisches zu schöpfen. Die Suppe schmeckte ungewöhnlich, aber sehr gut. Aus sicherem Instinkt heraus traute ich mich dennoch nicht, sie zu loben. Die so typische Hartnäckigkeit, mit der sie uns sonst zum neuerlichen Schöpfen ermunterte, blieb an diesem Abend aus. Ich starrte Opa an, der mit großem Appetit und ohne jegliches Grübeln über die seltsame Wandlung einer jahrzehntelang gleich anmutenden Gemüsesuppe einen Teller nach dem anderen still in sich hineinlöffelte. Es schmeckte ihm und er ließ es sich ohne Bedenken ansehen. Ich dachte an seine Rückkehr aus russischer Gefangenschaft, von der er manchmal erzählte: „Damals wog ich 40 kg. Zusammen mit der Waage.“ Heute würde er satt werden."​

Auszug aus "Mira und das Fliegen" (Kinderhörspiel in Arbeit)

"Was Mira am meisten faszinierte, war die Fähigkeit der gefederten Flugkörper, sich ohne Regung ihrer kleinen Flügel nach oben zu bewegen. Als würden sie versuchen, ihre Arme um die Erde zu legen, so steuerten sie mal nach oben, mal nach unten und brauchten scheinbar keinen Kraftaufwand, um in der Luft zu bleiben. Bis auf die kaum merklichen Bewegungen des Brustkorbes, die eine Änderung der Flugrichtung bewirkten, schossen die Vögel wie kleine Maschinen oder atemlose Papierflieger steif über den Himmel."

Kontaktieren Sie mich bei Fragen, Wünschen, Anregungen!

Ildiko Bognar
(+49) 157 560 11 046

[email protected]